Hört, größre, edlere der Schwabensöhne! Die ihr vor keinem Dominiksgesicht Euch krümmet, welchen keine Dirnenträne Das winzige, geschwächte Herzchen bricht.
Hört, größre, edlere der Schwabensöhne! In welchen noch das Kleinod Freiheit pocht, Die ihr euch keines reichen Ahnherrn Miene, Und keiner Fürstenlaune unterjocht.
Geschlecht von oben! Vaterlandeskronen! Nur euch bewahre Gott vor Übermuth! O! Brüder! der Gedanke soll uns lohnen, In Hermann braußte kein Despotenblut.
Beweinenswürdig ist des Stolzen Ende Wann er die Grube seiner Größe gräbt, Doch fürchterlich sind seine Henkershände, Wann er sich glüklich über andre hebt.
Viel sind und schön des stillen Mannes Freuden, Und stürmten auch auf ihn der Leiden viel, Er blikt gen Himmel unter seinen Leiden, Beneidet nie des Lachers Possenspiel.
Sein feurigster, sein erster Wunsch auf Erden Ist allen, allen Menschen nüzlich sein, Und wann sie froh durch seine Thaten werden, Dann will der edle ihres Danks sich freun.
O! Demuth! laß uns all dich lieben, Du bists, die uns zu einem Bund vereint, In welchem gute Herzen nie sich trüben, In welchem nie bedrängte Unschuld weint.
Drum größre, edlere der Schwabensöhne Laßt Demuth, Demuth euer erstes sein, Wie sehr das Herz nach Außenglanz sich sehne, Laßt Demuth, Demuth euer erstes sein.
Vor allen, welchen Gott ein Herz gegeben Das groß und königlich, und feurig ist Die in Gefahren nur vor Freude beben, Für Tugend selbst auf einem Blutgerüst,
Vor allen, allen, solche Schwabensöhne O solche, Demuth, solche führe du Aus jeder bäurischstolzen Narrenbühne Den stillen Reihen jenes Bundes zu.
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